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Grunderwerbsteuer: warum dieselbe Wohnung je nach Bundesland tausende Euro mehr kostet

Sie ist der grösste Posten der Kaufnebenkosten, sie ist nicht beleihbar, und sie ist Ländersache. Drei Eigenschaften, die zusammen darüber entscheiden, wie viel Eigenkapital du wirklich brauchst.

Die Kaufnebenkosten bestehen aus vier Posten: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und, je nach Weg, Courtage. Der grösste davon ist die Grunderwerbsteuer, und als einziger hängt er nicht am Kaufpreis allein, sondern am Bundesland.

Die Spanne reicht von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Schleswig-Holstein. Das sind drei Prozentpunkte Unterschied auf denselben Kaufpreis.

Grunderwerbsteuersätze der BundesländerBrandenburg6,5 %Nordrhein-Westfalen6,5 %Saarland6,5 %Schleswig-Holstein6,5 %Berlin6 %Hessen6 %Mecklenburg-Vorpommern6 %Bremen5,5 %Hamburg5,5 %Sachsen5,5 %Baden-Württemberg5 %Niedersachsen5 %Rheinland-Pfalz5 %Sachsen-Anhalt5 %Thüringen5 %Bayern3,5 %
Grunderwerbsteuer der Länder. Jeder Balken ist so lang wie sein Satz; die Achse beginnt bei null.

Was das bei 320.000 Euro ausmacht

Bei einem Kaufpreis von 320.000 Euro kostet die Grunderwerbsteuer in Bayern 11.200 Euro, in Nordrhein-Westfalen 20.800 Euro. Die Differenz von 9.600 Euro ist mehr als mancher als gesamtes Eigenkapital eingeplant hat.

Warum der Posten aus dem Eigenkapital kommt

Banken beleihen den Wert der Immobilie, nicht die Kosten des Erwerbs. Die Grunderwerbsteuer erhöht den Kaufpreis nicht um einen Gegenwert, sie ist eine Abgabe. Sie muss deshalb in aller Regel aus eigenen Mitteln kommen, zusammen mit Notar und Grundbuch. Wer mit dem Gedanken plant, die Nebenkosten mitzufinanzieren, verschiebt sie nur in den Beleihungsauslauf und zahlt sie über den Zinsaufschlag zurück.

Was daraus folgt

Das Bundesland ist bei einer Kapitalanlage kein Nebenkriterium. Es gehört in die Rechnung, bevor über Lage und Objekt gesprochen wird, weil es den Mindesteinsatz bestimmt. Der Investment-Kalkulator hat die Sätze aller sechzehn Länder hinterlegt und rechnet sie mit.

Quellen

  • Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) sowie die Landesgesetze zur Festsetzung des Steuersatzes, in der am 11.09.2026 geltenden Fassung.
  • Sätze aller sechzehn Länder wie im Investment-Kalkulator von Kapitalstein hinterlegt und über die Rechenkern-Parität geprüft.
  • Rechenbeispiel: 320.000 Euro Kaufpreis, 3,5 % gegen 6,5 %.

Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine steuerliche Beratung. Ob und wie sich einzelne Posten in deiner Situation auswirken, gehört mit dem eigenen Steuerberater geprüft.

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Alle Zahlen sind Modellrechnungen mit ausgewiesenen Annahmen und keine Zusagen. Renditen, Wertentwicklungen, Vermietung und steuerliche Wirkungen hängen von der individuellen Situation und vom Objekt ab. Risiken einer Immobilieninvestition: Rechtliche Hinweise. Keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.